Remote Viewing Akademie
Schulung - Forschung - Beratung

Wie Fernsehmacher durch selbst erdachte "Zitate" Meinung machen

Eigenmeldung

Man glaubt es kaum, aber die Realität ist doch zwingend. Im letzten jahr gab es vier Anfragen von Filmemachern und Fernsehproduktionsfirmen, "mal etwas mit Remote Viewing" zu machen. Bei Nachfragen ergab sich, dass die Interessenten wollten, dass ein Remote Viewer mal eben vor der Kamera zeigt, wie das geht und dass RV funktioniert. Nach unangenehmen Erfahrungen mit TV-Menschen hat sich leider kein Remote Viewer bereit erklärt, das zu tun. Und, wie herauskam, auch viele andere nicht, die sich mit PSI-artigen Phänomenen beschäftigten. Grund: die überaus negative Darstellung in bisherigen Sendungen bis hin zu den teilweise sehr zwanghaften Versuchen, solche Personen auch nochlächerlich zu machen.
Ein anderer Grund ist aber auch: warum soll man einem Fernsehmacher (unentgeltlich) helfen, damit er mit diesem Film seinem Broterwerb nachgehen kann (unabhängig vom Ergebnis)? Und warum soll man sich unbedingt im Fernsehen darstellen mit der Aussage:"Ich kann hellsehen!" Das muss doch wirklich nicht jeder wissen, oder?

Dann stellen sich aber enttäuschte TV-Macher hin und sagen:"Wenn Sie nicht mitmachen, sage ich, das alles Mumpitz ist!" Bitte sehr, sagen Remote Viewer, das wäre ja nicht Neues. Neu ist nun allerdings die Ausführung dieses Vorhabens mit Falschaussagen, wie z.B. hier:

http://www.hanischdoerfer.de/alles_fauler_zauber.htm -
-Da schreibt der Herr Hanischdörfer, dem ich persönlich eine Stunde am Telefon gewidmet habe, um ihm die Problematik zu erklären:: "Die Ausreden waren teilweise abstrus. Beispiel: "Fernwahrnehmung funktioniert nicht, wenn eine Kamera dabei ist, weil deren Elektronik Strahlen aussendet, die die Wahrnehmung beeinflusst.""

Natürlich ist diese Aussage Blödsinn, aber die hat auch keiner gegeben. Richtig ist, dass bei dem Auffahren von Fernsehaufnahmetechnik für den Viewer es sehr schwierig wird, dieser Erwartungshaltung entgegenzutreten und nicht in AUL-Serien abzudriften
Außerdem blieb noch immer die Gefahr, dass der Beitrag nur gedreht werden sollte, um den Viewer lächerlich zu machen. Zumal der Fernsehmacher sich keinen Deut dafür in teressierte, wie der Vorgang zustandekommt, sondern einfach nur "seinen Beitrag haben" wollte. Mit dieser Taktik, dazu braucht es keine große Phantasie, wird man sich noch den letzten, noch etwas willigen PSI-Operateur verprellen.

Dabei hatten sich Remote Viewer angeboten, eine kostenlose(!) Einführung zu geben, damit der Macher auch verstand, was er da aufnehmen wollte. Das wurde leider nicht in Anspruch genommen. Man muss sich mal vorstellen, wie das wäre, käme der TV-Macher zu einem Chirurgen und sagte: "So, dann machen sie doch hier mal im Wohnzimmer schnell eine Blindarmoperation. Ich filme das und dann glaube ich, dass Sie das können!"

Vielleicht sagt der Chirurg: "Und wenn mir egal ist, was Sie glauben? Ich mache es täglich, aber nicht hier im Wohnzimmer und vor der Kamera. Und nicht in diesem Ton, bitte!"

Eine Lanze für "Galileo" muss ich an dieser Stelle brechen: Die Redakteurin, die mich anrief, folgte sehr geduldig meinen Erklärungen der Hintergründe von PSI (Rechte Gehirnhälfte, Ablaufplan etc.) und schien es auch zu verstehen. Die sich daraus ergebende Darstellung für eine Sendung passte jedoch nicht ins Konzept des Formats "Galileo" und so wurde das ad acta gelegt. Aber prinzipiell wäre man bereit gewesen, sich "zur Probe" ausbilden zu lassen. Immerhin.

Die Sendung des Herrn H. können Sie gern mitverfolgen: Sendetermin: 7.1.2009 um 20.15h im SWR