Remote Viewing Akademie
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Wie macht man eine Remote Viewing Session?


Der Unterschied zu den von Alters her bekannten Meditationstechniken, schamanischen Reisen und Channelingarten ist für den Laien kaum wahrnehmbar. Entspannen, Gedanken unterdrücken, gucken, was kommt ... das empfahlen schon die traditionellen Chinesen. Dass dies nicht sofort zu wirklichen Hellseh-Erfolgen führt, trübt mit Sicherheit die weitere Neugier des Interessierten. Das also soll dieses berühmte Remote Viewing sein?
Dabei steht dort durchaus ein Hinweis auf einen der neuen Wirkmechanismen, durch den RV als Methode so erfolgreioch wird: die Alphabetisierung der Eindrücke. Eine der genialen Ideen von Ingo Swann, dem Schöpfer des sog. RV-Protokolls, bestand darin, sich am Anfang einer "Session" nur um einfachste Eindrücke zu bemühen, das Ganze zu ermittelnde Bild in kleinste Teile zu zerlegen. Dadurch wird der Phantasie, den herumirrenden Gedanken, die gern Vergleiche schaffen möchten, kaum Gelegenheit gegeben, sich auf etwas Konkretes festzulegen, bevor genügend Eindrücke dafür generiert wurden.
Aber diesen wichtigen Punkt überliest man leicht.
Und was ist der Sinn dieses Remote Viewing?
Wenn, wie in diesem Artikel, nur dargestellt wird, wie man ein Bild in einem verschlossenen Umschlag beschreibt, dann wird die Bedeutung von Remote Viewing eigentlich nur gestreift. Schon Ingo Swann sagte: "Wenn ihr wissen wollt, was in dem Umschlag ist, dann macht ihn doch auf!" Remote Viewing wurde für viel mehr ersonnen, und praktisch erlebt der Anwender, dass er es für jede Art von Lebenshilfe oder Recherche benutzen kann. "Welche Chancen bietet mir das nächste Jahr?", "Was ist die Absicht dieses oder jenes Menschen wirklich?" oder "Wie kann ich meine Missbefindlichkeiten oder Krankheiten zum Guten wenden?", sind nur einige wichtige Anwendungsmöglichkeiten.
Um diese Ansprüche zu erfüllen, benutzt der "echte" Remote Viewer ein zwar vom Aussehen und der Durchführung her sehr einfaches Konzept, wenn man es aber genau betrachtet, ist es in seinen Mechanismen hochkomplex. Diesen Umstand und die Möglichkeiten hätte man ruhig nennen können.
So aber versteht kein Neuinteressierter, was jetzt das Besondere an Remote Viewing ist und warum so viel darüber geredet wird. Ich denke: Man muss dem Zeittrend, alles so stark zu vereinfachen, dass es ein Konsument ohne Hauptschulabschluss versteht, nicht bis ins Letzte nachgeben. Man muss nicht JEDEN werben. Wer sich nicht für solche Techniken interessiert, den kann man so auch nicht begeistern, und diejenigen, die danach suchten, wenden sich enttäuscht ab, weil es nicht mehr zu sein scheint, als man ohnehin schon kannte.
Und wenn es jemand so probiert, auf die ganz einfache Art, wird sein Erfolg leider sehr gering sein. Um wirklich überzeugende Ergebnisse zu erreichen, muss man den Ablaufplan des CRV-Protokoll mindestens bis Stufe drei durchführen. Das ist ja auch nicht schwer, aber ein paar Stunden braucht man schon für eine funktionierende Einführung. Wem das zu viel ist, der braucht nicht anzufangen. Wer sich aber wirklich interessiert, dem ist dieser einigermaßen komplexe Vorgang ein Hinweis, dass "an der Sache tatsächlich etwas dran ist" und es sich lohnt, es wenigstens zu probieren.
Und wenn Remote Viewing so einfach ist, wozu dann Trainings, die im Bewusstsein der meisten Leute viel Geld kosten? Was machen die denn da die ganze Zeit? Rumliegen, entspannen und Bildchen beschreiben? Dafür muss ich mein Geld nicht ausgeben! Richtig gedacht.
Was aber der ganzen Angelegenheit die Krone aufsetzt: Mit solch einfachen Techniken sollen wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt werden, mit möglichst vielen Menschen und an teilweise sehr anspruchsvollen Targets. Zum Beispiel, ob man den Verlauf von Börsenindizes voraussagen kann. Ganz klar: mit dieser Qualität einer "Session" mit Sicherheit nicht. Der Umstand, dass man nicht über genügend ausgebildete Viewer verfügt, um solch einen Versuch anspruchsvoll durchzuführen, sollte eigentlich nicht dazu verleiten, ihn auf dem niedrigsten Niveau anzugehen.
Auf einer andere Seite der IRVA erklärt Paul H.Smith dann mit vielen Worten, was Remote Viewing ist. "Manche machen es auch mit einem stärker strukturierten Ablaufplan." Das nimmt man nun nicht mehr ernst. Und was macht der Viewer mit der Mdethode?

"Remote viewing is not used to give "psychic readings," "tell fortunes," "read auras," or other sorts of popular activities of this nature, but is rather a means of doing serious science research and for performing operational-type tasks in criminal investigations, government intelligence work, commercial applications, etc." (Zitat)

Aber, muss man anmerken: Mit solch einer einfachen Methode mit Sicherheit nicht. Sonst hätte man sich nicht um eine derart strukturierte und für jeden erlernbare Methode wie CRV bemühen müssen. Nach meiner Erfahrung bringt nur ein konsequent kritisches Herangehen an das PSI-Phänomen verwendbare Ergebnisse. In diesem Bereich darf man nicht nachlassen, eine gute Ausbildung mit einer bewährten Methode für Jedermann zu verlangen, wie es eben CRV und seine Abkömmlinge sind. Und nicht Kristallkugel schauen und Kaffeesatz lesen.

Manfred Jelinski